Immobilien-Blog
Hilfreiche Tipps und wissenswerte Infos rund um das Thema Immobilien
Die aktuelle Zinsentwicklung und was Private Immobilienkäufer jetzt wissen müssen
Familie Sänger ist sich einig - nach langer Suche haben sie endlich ihre Traumimmobilie in einem nördlichen Bezirk Stuttgarts gefunden. Jetzt fehlt nur noch die abschließende Finanzierungsbestätigung der Bank, und dem neuen Familiendomizil steht nichts mehr im Weg.
Wie Familie Sänger ergeht es derzeit vielen Kaufinteressenten, sei es Neubau oder Bestand. Die Zinsen auf Bau- und Immobilienfinanzierungen entwickeln sich scheinbar unaufhaltsam in eine Richtung, entgegen der jahrelangen Politik des billigen Geldes - und bringen damit nicht nur die Häuslebauer im Ländle an ihre Grenzen.
Als generelles Mittel gegen hohe Kreditzinsen gilt eine hohe Eigenkapitalquote, doch die Wenigsten werden die plötzliche Kostenverschiebung mit Kapital aus eigener Tasche stemmen können. Darüber hinaus sehen langfristige Kreditnehmer, gerade mit Vario-Finanzierungszins, mit mehr als einem weinenden Auge in die Zukunft. Denn dieser Zinssatz ist nicht festgeschrieben, sondern orientiert sich am europäischen Geldmarktindex EURIBOR und wird in regelmäßigen Abständen angepasst. Der Zins verändert sich also im Laufe der Zeit, und wie es momentan aussieht, zuungunsten der Kreditnehmer.
Doch dann der Schock: das vorliegende Kreditangebot der Bank kann so nicht gehalten werden, die rapide steigenden Kreditzinsen ermöglichen die Finanzierung nur zu deutlich schlechteren Konditionen.
Wie Familie Sänger ergeht es derzeit vielen Kaufinteressenten, sei es Neubau oder Bestand. Die Zinsen auf Bau- und Immobilienfinanzierungen entwickeln sich scheinbar unaufhaltsam in eine Richtung, entgegen der jahrelangen Politik des billigen Geldes - und bringen damit nicht nur die Häuslebauer im Ländle an ihre Grenzen.
Als generelles Mittel gegen hohe Kreditzinsen gilt eine hohe Eigenkapitalquote, doch die Wenigsten werden die plötzliche Kostenverschiebung mit Kapital aus eigener Tasche stemmen können. Darüber hinaus sehen langfristige Kreditnehmer, gerade mit Vario-Finanzierungszins, mit mehr als einem weinenden Auge in die Zukunft. Denn dieser Zinssatz ist nicht festgeschrieben, sondern orientiert sich am europäischen Geldmarktindex EURIBOR und wird in regelmäßigen Abständen angepasst. Der Zins verändert sich also im Laufe der Zeit, und wie es momentan aussieht, zuungunsten der Kreditnehmer.
Denn die Europäische Zentralbank hat inzwischen eine Kehrtwende in der Leitzinspolitik angekündigt, als Reaktion auf die grassierende Inflation im Euroraum - eine erste Erhöhung folgt zum 21. Juli, um 0,25 Prozentpunkte - weitere Anhebungen könnten folgen. Eine Rückkehr zur Politik des billigen Geldes ist damit erstmal vom Tisch, weitere Leitzinssteigerungen sind dagegen wahrscheinlich - und die Zinsbelastung für die Haushalte damit exponentiell steigend. So hat sich der durchschnittliche Finanzierungszins für Immobilien von zuletzt 0,75-Prozentpunkte auf bis zu 3-Prozentpunkte erhöht - die Zinslast also mehr als verdreifacht. Die Belastung der Haushalte bleibt also nicht nur hoch, sie könnte sogar noch ansteigen.
Die Gegenseite des Marktes ist dagegen sehr anpassungsträge - denn Verkäufer wittern immer noch das große Geld und fordern Höchstpreise. Anders als bei Privatbanken, die bei Leitzinserhöhungen mit einer direkten Kostenweitergabe an die Kreditnehmer reagieren müssen, um profitabel zu bleiben, wird es dauern, bis die Verkäuferseite verstanden hat, dass die Zeit der Höchstpreise ein Produkt der Politik des billigen Geldes war - und letztlich vorbei ist. Denn die hohen Kaufpreise konnten sich nur aufgrund der Tatsache etablieren, dass neben einem generellen Nachfrageüberschuss in der Region auch das Fremdkapital auf den Finanzmärkten beinahe umsonst zu beschaffen war - und die Kaufinteressenten das so im zinshistorischen Vergleich gesparte Geld direkt in das Kaufpreisangebot für die Wunschimmobilie gepumpt haben, um auch ja den Zuschlag zu erhalten. Natürlich immer im Glauben, dass die Preise auch in Zukunft weiter steigen werden.
Was bleibt also zu tun? - Im Prinzip kann man allen künftigen Immobilienbesitzern und -interessierten nur eines raten - abwarten. In feinster FDP-Manier bleibt nur, auf den Mechanismus der freien Marktwirtschaft zu verweisen - nach dem Motto: "Der Markt regelt das schon". Und so wird es auch kommen. Denn die Kombination aus steigenden Zinsen und weiterhin hohen Immobilienkaufpreisen wird sich nicht halten können - es werden schlicht weniger Interessenten am Markt sein, die sich Eigentum zu diesen Konditionen leisten können oder leisten wollen. Und mit dem daraus resultierenden Nachfrageeinbruch werden auch die letzten Verkäufer einsehen, dass die Zeit der Rekorde vorbei ist -und ihre Preisvorstellungen der Realität anpassen. Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit ins Ländle gehen - es bleibt abzuwarten.
Die Gegenseite des Marktes ist dagegen sehr anpassungsträge - denn Verkäufer wittern immer noch das große Geld und fordern Höchstpreise. Anders als bei Privatbanken, die bei Leitzinserhöhungen mit einer direkten Kostenweitergabe an die Kreditnehmer reagieren müssen, um profitabel zu bleiben, wird es dauern, bis die Verkäuferseite verstanden hat, dass die Zeit der Höchstpreise ein Produkt der Politik des billigen Geldes war - und letztlich vorbei ist. Denn die hohen Kaufpreise konnten sich nur aufgrund der Tatsache etablieren, dass neben einem generellen Nachfrageüberschuss in der Region auch das Fremdkapital auf den Finanzmärkten beinahe umsonst zu beschaffen war - und die Kaufinteressenten das so im zinshistorischen Vergleich gesparte Geld direkt in das Kaufpreisangebot für die Wunschimmobilie gepumpt haben, um auch ja den Zuschlag zu erhalten. Natürlich immer im Glauben, dass die Preise auch in Zukunft weiter steigen werden.
Was bleibt also zu tun? - Im Prinzip kann man allen künftigen Immobilienbesitzern und -interessierten nur eines raten - abwarten. In feinster FDP-Manier bleibt nur, auf den Mechanismus der freien Marktwirtschaft zu verweisen - nach dem Motto: "Der Markt regelt das schon". Und so wird es auch kommen. Denn die Kombination aus steigenden Zinsen und weiterhin hohen Immobilienkaufpreisen wird sich nicht halten können - es werden schlicht weniger Interessenten am Markt sein, die sich Eigentum zu diesen Konditionen leisten können oder leisten wollen. Und mit dem daraus resultierenden Nachfrageeinbruch werden auch die letzten Verkäufer einsehen, dass die Zeit der Rekorde vorbei ist -und ihre Preisvorstellungen der Realität anpassen. Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit ins Ländle gehen - es bleibt abzuwarten.
Planen Sie den Verkauf Ihrer Immobilie oder haben Sie Fragen dazu?
Dann kontaktieren Sie uns!
Wir beraten Sie gern.
Foto: © marcus_hofmann - stock.adobe.com
Wir beraten Sie gern.
Foto: © marcus_hofmann - stock.adobe.com


